Bestehender Modelltext
Der WM-DD10 steht 1989 als späte, abgespeckte Weiterentwicklung innerhalb von Sonys DD-Reihe. Direct Drive bedeutet hier: kein Riemen, sondern ein direkter, stabilerer Antrieb des Laufwerks – genau die Art von Mechanik, mit der Sony den Walkman näher an die Idee technischer Souveränität brachte. In dieser Linie wirkt der DD10 weniger wie ein Showpiece als wie eine klug verschlankte Fortsetzung des DD1: derselbe Anspruch, aber wirtschaftlicher gedacht.
Das macht das Modell historisch interessant. Es zeigt, wie Sony die DD-Technik nicht nur verfeinerte, sondern auch produktionsseitig glättete, ohne den Kern des Konzepts zu verlieren. Metallgehäuse, Dolby und die typischen Komfortfunktionen setzen den Rahmen, aber die eigentliche Aussage liegt tiefer: Der WM-DD10 ist ein Walkman aus der Phase, in der Miniaturisierung, Präzision und Kostenkontrolle nicht mehr Gegensätze waren, sondern Teil derselben Strategie. Ein Gerät für Kenner, nicht für große Gesten.